Eine neue Logistik im Dienste des Arbeitsplatzes
Eine Produktivitätssteigerung im Fertigungsbereich erreicht man durch das Umstellen auf kleine Verpackungseinheiten und auf ein anderes Transportsystem. Diese neue Logistik hilft, Mudas zu beseitigen, und dient zudem der Flächenoptimierung, welche den Mudas durch Wartezeit und durch nicht wertschöpfende Bewegung entgegenwirkt.
Mehrwertschaffung im Zuge der neuen Logistik. Sie vereinfacht die Belieferung des optimierten Fertigungsbereiches: Durchflusslogistik. Diese neue Logistik steht im Dienste des Arbeitsplatzes und reduziert ihre eigenen Mudas: Muda durch Transport und Muda durch Lagerbestände.
Durch herkömmliche Transportsysteme erzeugte Mudas :

- Muda durch Lagerbestände: blockiertes Kapital in mehreren Lagern,große Lagerbestände, auch im Fertigungsbereich, niedriger Warenumschlag.
- Zu hoher Platzaufwand im Fertigungsbereich durch Lagerbestände : Muda durch Wartezeit und Muda durch nicht wertschöpfende Bewegung.
- Muda durch Transport: hohe Kosten fürStapler und deren Wartung, lange Transportwege
Das Prinzip der neuen Logistik : Produktionsfluss schaffen

- Der Modus Operandi “Paletten + große Verpackungseinheiten” wird durch einen Supermarkt + kleine Verpackungseinheiten ersetzt: modulare JIT-Supermärkte im Fertigungsbereich
- Die Belieferung der Fertigungslinie erfolgt durch kleine Züge mit hoher Lieferfrequenz.
Der größte Vorteil handlicher Verpackungseinheiten gegenüber großen Behältern: eine gesteigerte Produktivität in der Logistik. Die kostenintensiven Stapler warden durch kleine multifunktionale Züge ersetzt, welche zwischen Supermärkten und Fertigungslinien pendeln. Kleine Verpackungseinheiten werden in LeanTek Supermärkten und LeanTek Durchlaufregalen direkt im Fertigungsbereich bereitgestellt, wodurch das Umlaufvermögen besser zirkuliert.
Der “Shopstock”: Supermarkt im Fertigungsbereich, wird unter anderem auch zur Vorbereitung von “Kits” eingesetzt. In einigen Lean-Werken wurden die traditionellen Supermärkte in den Fertigungsbereich verlegt und in eine Vorbereitungszone umstrukturiert.
Die Lean-Züge werden durch die geringe Distanz zwischen Fertigungslinie und Supermarkt überflüssig. Um das JIT-Prinzip weiter zu vervollkommnen, können dann die so genannten “Shooter” (händisch manövrierte Wagen) eingesetzt werden, wodurch die Kosten für Transportfahrzeuge und deren Wartung wegfallen (Details s. S. 51).
Die richtige Anwendung der Werkzeuge JIT und Lean Manufacturing setzt eine hohe Qualifikation in diesen Fachgebieten voraus.
Lean manufacturing : Die neue Logistik im Vergleich

Zusammenhang : Lean-Manufacturing und Arbeitskraft - Lean manufacturing

Eine notwendige Umstrukturierung: der Einsatz kleiner Verpackungseinheiten
Der Einsatz kleiner Verpackungseinheiten begünstigt die Flächenoptimierung. Dies ist Voraussetzung für den ungehinderten Durchlauf von Lagerbeständen und Halbzeugen, und alle Bauteile können direkt im Fertigungsbereich positioniert werden. Durch die Sequenzierung und Aufteilung in kleine Losgrößen können mehrere Modelle an einer Linie hergestellt werden. Lagerbestände, Halbzeuge und Lieferzeiten werden reduziert, die Arbeit standardisiert. Während eines Arbeitszyklus werden stets die gleichen Handgriffe ausgeführt.
Eine Logistik im Dienste der Produktion
Die neue Logistik steigert die Produktivität im Fertigungsbereich. Die Erzeugung eines Soges (”Pull-Strategie”) in der gesamten Produktion beseitigt vor allem die Mudas durch Überproduktion, durch Lagerbestände, durch Bearbeitung, durch Wartezeit und durch Transport.




